Grußwort auf dem Empfang anlässlich des 77. Jahrestags der Gründung der Volksrepublik China und der Eröffnungsgala der Chinawoche Düsseldorf 2026
2026/09/13

Guten Abend und herzlich willkommen! Im goldenen Herbst sind wir heute am Rhein versammelt, um die Gründung der Volksrepublik China vor 77 Jahren zu feiern und die Chinawoche Düsseldorf zu eröffnen. Gestatten Sie mir, im Namen des chinesischen Generalkonsulats in Düsseldorf allen Partnern, Freunden und Weggefährten in der Landesregierung, den Kommunalverwaltungen, der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie Ihnen allen im Konsulargebiet unseren aufrichtigen Dank auszusprechen. 

Im vergangenen Jahr haben sich dank der starken Förderung und Unterstützung unserer Freunde in China und Deutschland die Beziehungen zwischen den Regionen und Kommunen beider Länder stetig weiterentwickelt. Die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit wurde kontinuierlich vertieft, und der kulturelle Austausch ist enger geworden. Die erfolgreiche Durchführung der Chinawoche Düsseldorf verdanken wir der gemeinsamen Unterstützung durch die Stadt Düsseldorf und die befreundeten Organisationen auf chinesischer und deutscher Seite. 

Die Chinawoche Düsseldorf ist voller Höhepunkte und bietet zahlreiche Attraktionen. In der kommenden Woche erwartet Sie ein reichhaltiges Programm: von chinesischen Filmen über regionale Küchenspezialitäten bis hin zur klassischen Volksmusik und interaktiven Darbietungen zum immateriellen Kulturerbe. So entsteht ein authentisches, facettenreiches und lebendiges Bild von China. Ich bin überzeugt, dass die Chinawoche den Menschen in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen nicht nur eine Plattform bietet, um die chinesische Kultur hautnah zu erleben, sondern auch eine feste Brücke schlägt, die unsere freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und Deutschland weiter stärkt. 

Meine Damen und Herren, liebe Freunde, 

wir erleben derzeit eine Zeit tiefgreifender Veränderungen während Jahrhundertwende. Die internationale Lage ist geprägt von Unruhen und Turbulenzen. Doch unser Weg wird sich durch vorübergehende Rückschläge nicht verändern: Frieden, Entwicklung, Zusammenarbeit und gegenseitiger Nutzen bleiben nach wie vor die zentralen Wünsche der Menschheit. Die Kommunistische Partei Chinas setzt sich nicht nur für das Glück des chinesischen Volkes und das Wiedererstarken der chinesischen Nation ein, sondern auch für den Fortschritt der Menschheit und für ein harmonisches Zusammenleben auf der Welt. 

In seiner Rede vor zwei Monaten anlässlich des 105. Jahrestags der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas betonte Präsident Xi Jinping, dass die gesellschaftliche Revolution durch die ständige Erneuerung der Partei vorangetrieben werden müsse, um den Aufbau einer starken Nation und das große Werk des Wiedererstarkens kontinuierlich voranzubringen. Zudem versicherte er der Welt, dass China unbeirrt den Weg der friedlichen Entwicklung gehe, den Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit stetig fördere und dem Weltfrieden sowie der Entwicklung neue positive Energien zuführen werde. 

Wir stehen heute am Beginn des ersten Jahres des chinesischen „15. Fünfjahresplans“. China verfolgt seine Entwicklungsziele konsequent, geht die eigenen Aufgaben solide an und öffnet sich mit noch mehr Selbstbewusstsein und Offenheit gegenüber der Welt. 

Die Konjunktur zeigt sich stabil und positiv. Im ersten Halbjahr stieg das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent, der Gesamtumsatz der Konsumgüter erreichte fast 25 Billionen Yuan, und der Anteil der Investitionen in Produkte mit geistigem Eigentum an den Sachanlageninvestitionen wuchs auf 13,8 Prozent. Vor Kurzem nutzte ich meine Rückkehr nach China zur Berichterstattung und besuchte Shanghai, Jiangsu, Zhejiang und weitere Vorreiterregionen der Reform- und Öffnungspolitik. Ich konnte die lebendige Dynamik der chinesischen Wirtschaft hautnah erleben. 

Nach mehr als 40 Jahren Reform und Öffnung besitzt die chinesische Wirtschaft ein solides Fundament: einen riesigen Verbrauchermarkt, eine moderne, produktive Fertigungsindustrie, eine gut ausgebaute Infrastruktur, ausreichend Fachkräfte sowie ein lückenloses System von Industrie- und Lieferketten. Die Rahmenbedingungen und Grundtrends für eine langfristig positive wirtschaftliche Entwicklung bleiben unverändert bestehen. 

Die Qualität und Innovationskraft der Produktivität nimmt deutlich zu. Seit Jahresbeginn hat China beeindruckende Erfolge in Wissenschaft und Technologie erzielt: Durchbrüche bei integrierten Schaltkreisen, innovativen Pharmaprodukten und der Rückgewinnung von Trägerraketen auf See und an Land. Hochwertige Patentanmeldungen liegen bei über 2,36 Millionen, und die Lizenzvergaben für innovative Medikamente an ausländische Unternehmen erreichten über 110 Milliarden US-Dollar. Künstliche Intelligenz und Cloud-Computing treiben den Wandel der Fertigungsindustrie hin zu einer smarteren, digitaleren und umweltfreundlicheren Produktion voran. Roboter in Industrie, Medizin und Reinigung sind zum Symbol der „Smart Fertigung in China“ geworden. 

Zahlreiche Metropolregionen entwickeln sich zu wichtigen Drehscheiben für Produktions- und Lieferketten: Im Jangtse-Delta lassen sich innerhalb von vier Stunden Autofahrt Zehntausende Bauteile für Autos mit alternativen Antrieben finden. Im Perlflussdelta entstand ein „Eine-Stunde-Fahrt“-Ökosystem für humanoide Roboter. Auf der Gamescom in Köln und der IFA in Berlin erreichten chinesische Aussteller neue Rekorde – sowohl in Quantität als auch Qualität – und beweisen so, dass technologische Innovationen immer stärker zur industriellen Wettbewerbsfähigkeit werden. 

Die grüne Transformation gewinnt ebenfalls an Dynamik. Grünes Wachstum ist ein prägendes Merkmal der Modernisierung in China. Die Ziele für den Höhepunkt der CO2-Emissionen und die Kohlenstoffneutralität werden Schritt für Schritt umgesetzt. Der Übergang zur grünen und kohlenstoffarmen Energiewirtschaft gewinnt an Tempo. Im Mai überschritt Chinas installierte Stromerzeugungskapazität erstmals vier Milliarden Kilowatt – die weltweit höchste Kapazität. Der Anteil erneuerbarer Energien an der installierten Kapazität stieg von 24 Prozent im Jahr 2010 auf jetzt 61 Prozent, wobei Wind- und Solarstrom erstmals die fossilen Energieträger übertrafen. 

China spielt eine entscheidende Rolle bei der globalen grünen Transformation. In den letzten zehn Jahren hat das Land aufgrund technologischer Innovationen und seiner umfassenden Industriekette aktiv zur globalen Energiewende beigetragen. Besonders unterentwickelte Regionen profitieren von Chinas Unterstützung bei grüner und kohlenstoffarmer Entwicklung. China hat die weltweit größte und umfassendste Industriekette für erneuerbare Energien aufgebaut, die es Ländern, vor allem im globalen Süden, ermöglicht, diese Energien zu nutzen, bezahlbar zu machen und effizient einzusetzen.

Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und das Wohlergehen der Menschen werden kontinuierlich gestärkt. Durch die Umsetzung der „Volksdemokratie während des gesamten Prozesses“ hat China die Grundlagen seines institutionellen Aufbaus fest in der Bevölkerung verankert. Die vom Nationalen Volkskongress eingerichteten Kontaktstellen zur Gesetzgebung erstrecken sich bereits bis in die Provinzen und Städte und schaffen eine schnelle Verbindung, über die die Meinung der Bevölkerung direkt zum höchsten Gesetzgebungsorgan gelangt. So spiegelt jede Gesetzgebung die Anliegen der Menschen wider. 

Zugleich kommen die Fortschritte der Entwicklung in immer größerem und gerechterem Umfang der gesamten Bevölkerung zugute. Im ersten Halbjahr stieg das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen landesweit real um 4,2 Prozent. Besonders in ländlichen Gebieten wuchs das Einkommen schneller als in den Städten, wodurch die Einkommensschere zwischen Stadt und Land weiter schrumpft. Diese tendenzielle Angleichung zeigt die soliden Fortschritte auf dem Weg zu gemeinsamem Wohlstand. 

Meine Damen und Herren, liebe Freunde!

China bleibt eine Kraft des Friedens, der Stabilität und des Fortschritts. 

China trägt große Verantwortung für den Frieden. Das Land hat sich an 29 UN-Friedensmissionen beteiligt, über 50.000 Soldaten und Offiziere entsandt, ist der zweitgrößte UN-Beitragszahler und stellt unter den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats die meisten Truppen. Seit Ausbruch der Ukraine-Krise hat China die „Vier Grundsätze“ und den „Sechs-Punkte-Konsens“ vorgeschlagen und damit eine konstruktive Rolle bei der Deeskalation und Förderung von Friedensverhandlungen gespielt. In diesem Jahr spitzte sich die Lage im Nahen Osten durch den Konflikt zwischen Iran und Israel dramatisch zu. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wurde zeitweise unterbrochen, was starke Turbulenzen auf den globalen Energiemärkten verursachte. China rief alle Parteien stets zu Zurückhaltung und schnellem Waffenstillstand auf. Dank der Diversifizierung unserer Rohölimporte und eines Transportnetzes, das See- und Landwege umfasst, trug China mit seiner widerstandsfähigen Lieferkette aktiv zur Stabilität der globalen Energie- und Produktionsversorgung bei. 

China setzt bei der Entwicklung auf gutes Beispiel. Das Land ist der wichtigste Handelspartner von mehr als 150 Ländern und Regionen und trägt seit Jahren mit etwa 30 Prozent zum globalen Wirtschaftswachstum bei – zu Recht als „Wachstumsmotor Nummer 1“ bezeichnet. 

In diesem Jahr jährt sich die chinesische "Globale Entwicklungsinitiative" zum fünften Mal. Sie entwickelte sich von einem Vorschlag zum internationalen Konsens und verbessert das Leben vieler Menschen weltweit durch konkrete Zusammenarbeit. Darüber hinaus hat China als erstes Land für alle am wenigsten entwickelten Länder, mit denen China diplomatische Beziehungen pflegt, sämtliche Importzölle abgeschafft. Bisher profitieren 53 afrikanische Länder davon. Damit teilt China seine Entwicklungschancen konkret mit dem globalen Süden. 

China engagiert sich aktiv für eine effizientere Regierungsführung. Im September letzten Jahres stellte Präsident Xi Jinping erstmals die "Initiative zur globalen Governance" vor; fast 160 Länder und internationale Organisationen begrüßten und unterstützten sie. Mehr als 60 Länder traten dem „Freundeskreis der globalen Governance“ bei.  Im Juni erschien das Weißbuch „Aufbau einer gerechteren und faireren globalen Governance: Chinas Konzepte, Initiativen und Maßnahmen“, das Chinas Standpunkte systematisch darlegt. 

Im aufstrebenden Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) begann China als erstes Land die „Initiative zur globalen KI-Governance“ und gründete im Juli in Shanghai die erste zwischenstaatliche Weltorganisation für KI-Zusammenarbeit. So möchte China mit einem eigenen Lösungsansatz politische Differenzen bei der globalen KI-Governance überwinden. 

Meine Damen und Herren, liebe Freunde, diese Prinzipien spiegeln sich auch in der Zusammenarbeit Chinas mit Europa und Deutschland wider. 

Als zwei große Kräfte, zwei bedeutende Märkte und zwei reiche Kulturen sind China und Europa seit jeher wichtige Akteure für den Weltfrieden und die Stabilität sowie für die Förderung gemeinsamer globaler Entwicklung.  Anfang des Jahres besuchte Bundeskanzler Friedrich Merz China. Bei den Gesprächen mit ihm betonte Präsident Xi Jinping, dass China und Deutschland zuverlässige Partner sein sollten, die sich gegenseitig unterstützen; offene, für beide Seiten vorteilhafte Innovationspartner sowie kulturelle Partner, die sich verstehen und eng verbunden sind. Damit gab er die Richtung für eine umfassende und strategische Partnerschaft vor. Die Staatsmanndiplomatie verleiht den Beziehungen zwischen China, Europa und Deutschland starken Impulse für eine stabile und nachhaltige Entwicklung. 

Aktuell eröffnen sich neue Chancen für die wirtschaftliche Zusammenarbeit und den Handel zwischen China und Nordrhein-Westfalen. Der „15. Fünfjahresplan“ skizziert eine neue Blaupause für Chinas Entwicklung und eröffnet Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen weitreichende Möglichkeiten in den Bereichen digitale Transformation, grüne Entwicklung und High-End-Fertigung. 

Schon heute haben rund 1.300 chinesische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ihren Sitz – das entspricht etwa einem Drittel aller chinesischen Unternehmen mit Investitionen in Deutschland. Mehr als 1.600 Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen sind in China aktiv und schaffen dort zahlreiche hochwertige Arbeitsplätze. Die Güterzüge zwischen China und Europa nehmen immer weiter zu. Duisburg ist als wichtiger Knotenpunkt ein zentraler Akteur der dynamischen Zusammenarbeit im Rahmen der „Belt and Road“-Initiative. 

Im März besuchte ich die Region Ostwestfalen-Lippe und nahm am deutsch-chinesischen Business Summit teil. Im April fand in Düsseldorf die Wirtschaftskonferenz zwischen China (Sichuan) und Deutschland (Nordrhein-Westfalen) statt. Im Juni kam der chinesische Vize-Handelsminister Ling Ji mit Delegation nach Deutschland, und in Düsseldorf veranstaltete er den Runden Tisch für deutsche Unternehmen zum Thema „Investitionen in China“. Im Juli nahm ich auf Einladung am Executive BRICS Dialogue des Bundesverbands Auswandererberatung und Außenwirtschaftsförderung teil. In wenigen Tagen werde ich außerdem am Business Cooperation Dialogue NRW-China teilnehmen, der von NRW Global Business veranstaltet wird.

Der kulturelle Austausch bildet einen wichtigen Eckpfeiler unserer bilateralen Beziehungen. Besonders der deutsch-chinesische Sportaustausch gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung. Vor Kurzem wurde der chinesische Tischtennisspieler Fan Zhendong bei seinem Wechsel zu Borussia Düsseldorf von den Fans beider Länder begeistert empfangen. Auch die Zusammenarbeit im Fußballbereich hat bereits viele Erfolge hervorgebracht.

Im Mai kamen beim „NRW-Sommerstammtisch“ zahlreiche Freunde aus Deutschland zusammen, um bewegende Geschichten aus China zu teilen. Im Juni erfüllten beim Drachenbootrennen im Innenhafen von Duisburg die Trommelklänge die Luft. Diese unterhaltsamen Wettkämpfe symbolisieren lebendig den Zusammenhalt zwischen den deutschen und chinesischen Partnerstädten und die Verbundenheit der Menschen. Das Duisburger Chinafest, das vom 4. bis 6. September stattfand, erwies sich zudem als perfekte Plattform für Begegnungen, gegenseitiges Verständnis und Freundschaft zwischen den Menschen aus China und Deutschland. Am Tag der Lehrkräfte organisierten wir ein Sonder-Event am Rheinufer, um die traditionelle chinesische Tugend der Achtung vor Lehrenden und Bildung weithin bekannt zu machen. Die Veranstaltung „Globale Verbindung zur Kultur von Dunhuang“ nutzte den kulturellen Austausch als Brücke, um der deutschen Bevölkerung den Charme der tausendjährigen Stadt Dunhuang näherzubringen.

Von der Arena bis zum geselligen Beisammensein, von Campus-Traditionen bis zu einer jahrtausendealten Zivilisation: Eine Reihe von Veranstaltungen hat das gegenseitige Verständnis und die Verbundenheit zwischen den Menschen beider Länder nachhaltig gestärkt. Das kürzlich zu Ende gegangene Duisburger China-Fest lieferte den besten Beweis. Heute feiern wir den gelungenen Start der Chinawoche Düsseldorf, die uns mit großen Erwartungen erfüllt.

Darüber hinaus waren viele Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, zum Beispiel der Chinesisch-Chor an der Burg, in China auf Sommercamp. Die Rektoren der Elitenuniversitäten wie der RWTH Aachen und der Universität Bonn reisten nacheinander nach China. Deutsche und chinesische Jugendliche sowie Vertreter des Bildungswesens überbrückten große Entfernungen – über Berge und Meere –, um sich persönlich zu treffen und auszutauschen. Durch diese Begegnungen vertieften sie ihr Verständnis füreinander und festigten ihre Freundschaft durch gegenseitiges Lernen.

Diese vielfältigen kulturellen und bildungspolitischen Austauschaktivitäten haben eine stabile Brücke für die Völkerverständigung zwischen China und Deutschland gebaut. Zugleich haben sie der Bildungszusammenarbeit sowie dem kulturellen Austausch zwischen unseren Ländern neue, unerschöpfliche Impulse verliehen.

Im Laufe des vergangenen Jahres habe ich bei meiner Arbeit in Nordrhein-Westfalen ein tieferes Verständnis für die „drei Partnerschaften“ zwischen China und Deutschland gewonnen. Es ist meine erste Amtszeit in Europa und überhaupt in Deutschland. Bei Besuchen der Landesregierung und der Verantwortlichen verschiedener Kommunen habe ich die Offenheit und Pragmatik der „zuverlässigen Partnerschaft“ erlebt, die auf gegenseitiger Unterstützung basiert. Im Gespräch mit der Wirtschaft und Unternehmensverbänden spürte ich das gegenseitige Vertrauen und die Aufrichtigkeit einer „offenen und für beide Seiten vorteilhaften Innovationspartnerschaft“. Durch die Teilnahme an unterschiedlichsten kulturellen, sportlichen und zivilgesellschaftlichen Austauschveranstaltungen habe ich die Herzlichkeit der kulturellen und gesellschaftlichen Partnerschaft erfahren, die Sprach- und Kulturbarrieren überwindet.

Im letzten Jahr habe ich das Stadtbild und die moderne Entwicklung Deutschlands hautnah erlebt. Freunde aus vielen Bereichen berichteten mir von ihrer Kultur, ihren Bräuchen und Traditionen und erweiterten so meinen Horizont. Dabei nahmen mich viele deutsche Freunde und die lokale chinesische Gemeinschaft herzlich auf und unterstützten mich selbstlos. Das hat mich zutiefst bewegt.

Gerade diese echte Freundschaft und tatkräftige Unterstützung aus allen Richtungen erfüllen mich mit großer Zuversicht für die Zukunft der deutsch-chinesischen Beziehungen sowie der Zusammenarbeit zwischen China und Nordrhein-Westfalen.

Meine Damen und Herren, liebe Freunde!

Alles, was hinter uns lag, war nur der Auftakt. Im nächsten Jahr feiern China und Deutschland 55 Jahre diplomatische Beziehungen. Zudem wird die Kommunistische Partei Chinas ihren 21. Parteitag abhalten. Dies ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung unserer bilateralen Beziehungen und zugleich eine entscheidende Etappe auf dem neuen Weg zur Modernisierung chinesischer Prägung.

Nordrhein-Westfalen verfügt über eine solide Grundlage und ein enormes Potenzial für die Zusammenarbeit mit China. Es ist ein Vorbild und Maßstab für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Regionen Chinas und Deutschlands. An diesem neuen historischen Ausgangspunkt wollen wir gemeinsam mit Freunden aus allen Bereichen Nordrhein-Westfalens die umfassende strategische Partnerschaft festigen, neue Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und des Handels erschließen, den kulturellen Austausch nachhaltig vertiefen und mit weiteren pragmatischen, innovativen und stabilen Kooperationsergebnissen den Beziehungen zwischen China und Deutschland sowie China und Europa neue Impulse verleihen. So können wir gemeinsam eine noch bessere Zukunft gestalten.

Zum Schluss erheben wir das Glas und wünschen der Volksrepublik China Prosperität und Wohlstand, dem chinesischen Volk Glück und Zufriedenheit.

Wir wünschen den Beziehungen zwischen China und Deutschland eine stabile und gedeihliche Zukunft.

Ihnen, verehrte Gäste, wünschen wir Gesundheit, viel Glück im privaten und beruflichen Leben sowie alles erdenklich Gute.

Prost!


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